Die Sache mit der Liebe...
Meine Freaks,
lange habe ich überlegt, mit welchem Thema ich denn nun meinen ersten, richtigen Blog Beitrag starten möchte.
Ich habe mich für etwas entschieden, was mich ausmacht und zu dem Menschen gemacht hat, der ich heute bin. Die Liebe.
Gibt es überhaupt was wichtigeres auf der Welt, als Liebe? Erstaunlicherweise gibt es so viele verschiedene Arten von Liebe.
Die Liebe zwischen Feunden (und Gott ich kann wirklich sagen, die Liebe zwischen mir und meiner besten Freundin beispielsweise ist mit nichts auf der Welt vergleichbar und mit das wertvollste, was ich besitze),
die Liebe zwischen einem Kind und seiner Mutter (diese besondere Liebe ist einzigartig, dieses Band, was einen verbindet, obwohl ein kleines Wesen noch in einem wächst, ist unbeschreiblich. Erst seitdem ich selbst Mutter bin, sehe ich die Beziehung und die Liebe zu meiner Mutter mit ganz anderen Augen. Diejenigen, die bereits Eltern sind, werden mich jetzt verstehen. Die anderen werden, wenn es bei euch mal soweit ist, vielleicht an meine Worte zurück denken. Es ist einfach wunderbar),
die Liebe für eine besondere Sache, z.B. Musik, Kunst, die Liebe zu Gegenständen (absolut crazy!), die Liebe zum Job, die Liebe zum Haustier ... es gibt wirklich unendlich viele Arten der Liebe...
Die, von der ich jetzt rede, ist die, die das Herz schneller schlagen lässt, die einem heiß und kalt gleichzeitig werden lässt. Die wirklich, wahrliche, Liebe zwischen zwei Menschen. Und dabei ist das Geschlecht ja mal sowas von egal, ja das Alter oftmals auch.
Ich kann von mir behaupten, dass ich ich ein Mensch bin der, wenn er liebt, mit vollem Herzen liebt und all seine Kraft in diese Liebe hineinsteckt! JA! Und genau das ist der Fehler! Wirklich! Ihr denkt euch jetzt, okay, was ist ihr Problem? Ich kann es euch sagen. Wer auf diese Art und Weise liebt, wie ich es bisher getan habe, der hat einfach schon verloren. Warum? Das ist doch ne super Sache! Ja es ist schön, sehr schön für die Person, die von mir geliebt wird. Für einen selbst, also für mich, ist das eher eine Qual. Ja klar, es kommt immer darauf an, was von der „geliebten Person“ zurück kommt. Aber lasst euch eins gesagt sein, einer liebt immer mehr. Und der eine war bisher irgendwie immer ich. Und wen vergisst man dann, bei dieser Art der Liebe? Richtig, sich selbst!
Ich hab keine Ahnung, wieso es immer und immer wieder so ist. Scheinbar haben mir meine Eltern in meiner Erziehung auch anderer Werte vermittelt, was die Liebe angeht. Aber heutzutage habe ich das Gefühl, geht es nicht mehr um die Liebe an sich, sondern nur noch um höher, schneller, weiter. Wo sind denn die Menschen, die noch zufrieden sind, mit dem was sie haben und das schätzen und dann auch aufhören, links und rechts zu schauen? Bin ich irgendwie im falschen Jahrzehnt geboren? Diese Werte sind ja scheinbar total veraltet und mega uncool. Heute zählt ja nur noch, wer die Meisten hatte ist der Beste und wer 5 gleichzeitig hat ist ja sowieso der Hengst schlechthin. Also ich weiß ja nicht, aber mit Liebe hat das in meinen Augen nichts zu tun.
Jaja, jetzt kommen wieder die schlauen unter euch und sagen „Jaaaa der Mensch ist für eine Monogamie nicht gemacht! Der Mann ist geschaffen worden, um seinen Samen so weit wie möglich zu verbreiten und die Frau ist erschaffen worden, um Kinder zu gebären.“ Genau, und womöglich geht der Kerl gleich noch jagen und die Frau soll in der Küche das Essen zubereiten und kochen.
Jetzt mal im Ernst Leute, was ist los da draußen? Polyamorie scheint das Zauberwort heute zu sein. Wieso auf einen festlegen, wenn man auch mehrere haben kann? Was ist mit Gefühlen? Gibts die heute nicht mehr, oder ist einem nur scheiß egal geworden,was mit den Anderen ist?
Ich für mich kann ganz klar sagen, ich kann nur eine Person lieben und dann schätze ich diese Person und habe keine Augen mehr für andere. Aber das scheint wohl veraltet.... das scheint so selten geworden zu sein, dass es quasi unmöglich ist, jemanden zu finden, der genauso denkt.
Was ist also jetzt das Resümee daraus? Nicht mehr lieben? In Zeiten von Tinder und Co. „Liebe“ nur für eine Nacht verschenken?
Mittlerweile bin auch ich an dem Punkt wo ich mir denke „Liebe? Wofür? Um sich selbst wieder aufzugeben für jemanden, der dieses ganze Liebesding ganz anders sieht? Der niemals das für dich geben würde, was du für ihn bereit wärst, zu geben?“
Ich glaube, ich will gar nicht mehr lieben. Wirklich, ich will es nicht. Alleine sein ist eigentlich ganz schön und richtig „alleine“ ist man ja in der heutigen Zeit auch nicht mehr wirklich. Einfach dieses Gefühlsding ausschalten, aussen vor lassen und leben. Am Ende jedes Tages ist man dann doch alleine, aber das scheint wohl richtig so zu sein.
Wie lange mir das gelingt, ich weiß es nicht. Ich hoffe lange! Denn ich bin es satt immer nur zu verlieren.
Jaja, die Liebe... sie hat mich zu dem gemacht was ich heute bin, weniger romantisch, mehr abgeklärt... Vielleicht auch mittlerweile unfähig, zu lieben... ich weiß es nicht. Früher war ich jedenfalls anders. Die Liebe hat mich wirklich verändert. Dieser schöne Disney-Prinzessinen-Traum, den man sich die ganze Kindheit lang aufgebaut hat, mit der ersten Beziehung -Puff!- zerplatz!
Doch eigentlich bin ich tief in meinem Herzen noch immer dieses kleine Mädchen, dass auf ihren Prinzen wartet, der all die Strapazen wert war...
Aber so ist das dann doch nur im Märchen...
Kommentare
Kommentar veröffentlichen